1250 Jahre Weinsheim

Ausschuss für Bauen, Wege und Umwelt am 29. August 2020 auf dem Friedhof
Der Ausschuss traf sich auf dem Friedhof, um verschiedene Problemstellungen direkt vor Ort zu betrachten.

Leichenhalle:
Die Leichenhalle und die Ausstattung bedürfen dringend einer Erneuerung. Vereinbart wurde ein „Sofortpaket“: Neue Sprachanlage mit Mikrofon zum Umhängen und kabellosen Boxen, Austausch der alten Holzstühle gegen bequemere Stühle aus der Halle, insgesamt ist eine freundlichere, hellere Gestaltung im Inneren erforderlich. Der „Leichenwagen“ zum Transport der Särge ist ebenfalls sehr in die Jahre gekommen und bedarf der Erneuerung.

Größere Aufgaben erwarten die Ortsgemeinde vor der Leichenhalle. Der Ort der Trauer präsentiert als zugig, und die Trauernden kommen sich häufig wie „auf einer Bühne“ vor, betonten auch die beiden anwesenden Pfarrer. Deshalb wurde vorgeschlagen, den Eingang unter Wegfall des Rundbogentores zu vergrößern, die Seiten unmittelbar vor dem Eingang mit Glaswänden zu verkleiden und das Dach zu verlängern. Eine Planung soll dafür bauliche Lösungen und deren genaue Ausführung erarbeiten. Ziel ist es, einen insgesamt größeren Raum für die Trauergemeinde zu schaffen. Da es sich hier um ein umfassendes Bauvorhaben handelt, muss der Ortsgemeinderat die Planung per Beschluss auf den Weg bringen. Das soll noch auf einer der Sitzungen in diesem Jahr passieren. Die ortsansässige Handwerkerschaft (Eigenleistung) und Kirchengemeinden (Spendenaufrufe) wollen das Projekt unterstützen.


Friedhofswege:
Der Ausschuss spricht sich dafür aus, alle Wege zu pflastern. Nun sollen für eine erste Kostenschätzung die einschlägigen Fachfirmen gefragt werden. Aufgrund der späteren Gewährleistung und des Umfangs der Arbeiten sieht der Ausschuss die Arbeiten in Eigenleistung auszuführen als kritisch an.


Rasengrabfelder:

Der Platz dafür ist da, allerdings benötigt der Ausschuss noch mehr Infos zu dieser Bestattungsform. Der Ortsbürgermeister soll Informationen sammeln, etwa bei anderen Ortsgemeinden und Friedhofsverwaltungen, die diese Bestattungsform anbieten.


Weitere Entwicklung Friedhofsfläche:

Diejenigen Gräber, deren Ruhezeit abgelaufen sind, werden im Mitteilungsblatt veröffentlicht. Die Ortsgemeinde bietet an, die Gräber gegen Gebühr abzuräumen. Wer selbst abräumen möchte, kann zur Entsorgung der entstehenden Reste einen Container nutzen, den die Gemeinde bezahlen wird.Gräber zum Abräumen werden veröffentlicht, Container wird aufgestellt.

Das Grabfeld 12 (gegenüber der Leichenhalle zur mittleren Mauer hin) wird als Urnengrabfläche weitergeführt.

Ortsbürgermeister Heiko Schmitt informierte abschließend über weitere Themen, die zum Bauausschuss gehören.

Kindergarten:

Die Küche ist zu klein, muss erweitert werden. 60 Essen sind erlaubt, 80 Kinder gilt es ab Juli 2021 dauerhaft zu verköstigen – plus die Schulkinder. Zur Küchenerweiterung ist die Meinung des Kreisveterinäramtes notwendig, ein geplantes Gespräch dazu ist leider krankheitsbedingt ausgefallen.


Neubaugebiet „Hörnchen/Glockenacker/In der Lay“:

Angebote für die Entsorgungskonzepte für die Altlasten liegen vor, müssen nun mit der VG abgeklärt werden. Der Bebauungsplan wird derzeit final bearbeitet und zur Unterschriftsreife gebracht.

Mehrgenerationengelände:

Auf dem Spielplatz auf dem Hörnchen soll auf Antrag der CDU-Fraktion ein Mehrgenerationengelände eingerichtet werden. Über den Antrag wird in der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates abgestimmt.

Umweltschutztag:

Der Umweltschutztag ist im März coronabedingt ausgefallen und soll im Herbst nachgeholt werden. Der Ortsgemeinderat wird auch darüber in seiner nächsten Sitzung abstimmen.

 

Zweiter Rasensportplatz:

Das Gerücht im Ort, der zweite Sportplatz solle „abgeschafft“ werden, entbehrt jeder Grundlage. Die Frage lautet, ob wir uns zwei Rasenplätze erlauben können? Aufgrund dauerhafter Wasserknappheit und erheblichem Pflegeaufwand (finanziell/personell) ist das schwer vertretbar. Aber das ist zu diskutieren, und es müssen Alternativen gefunden werden.

 

Alte/defekte Bordsteine:

Nach und nach werden die defekten Stellen der Bordsteine an besonders betroffenen Stellen repariert. Bestes Beispiel dafür ist der Baumstumpf in der Kleinbahnstraße, der das Pflaster zur Stolperfalle macht. Es werden drei Firmen zur Angebotsabgabe gebeten.